Der Marktplatz mit dem Rathaus wird überragt von den ungleichen Türmen der Marktkirche. Die große Bedeutung des Marktbrunnens ist augenfällig: er markiert den Mittelpunkt des Marktplatzes und damit der Stadt, er wird bekrönt vom Wahrzeichen Goslars, dem Adler. Was sich dem Beschauer auf den ersten Blick als einheitliches Kunstwerk präsentiert, ist in Wirklichkeit ein kompliziertes Puzzle: Die untere Brunnenschale (12. Jahrhundert) ist der größte Bronzeguß der romanischen Zeit überhaupt. Ungefähr 100 Jahre jünger ist die obere Schale, mit ihrem Sockel ursprünglich ein eigenständiger Brunnen. Und sogar der Adler selbst: während der Korpus aus dem frühen 13. Jahrhundert stammt, ist die jüngste Ergänzung seine Krone, in der heutigen Form wohl erst aus dem 18. Jahrhundert. An der Südseite des Marktplatzes steht die Worth, das Gildehaus der Fernhandelskaufleute. Dem Rang entsprechend ist auch ihr 1494 erbautes Haus gestaltet und reich verziert.
Nur 200 Meter oberhalb unseres Hauses liegt die Goslarer Kaiserpfalz.
Der Name Pfalz leitet sich vom lateinischen palatiu ab und lebt bis heute in dem Wort Palast weiter. Im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation gab es viele Pfalzen als Unterkunftsorte für den Kaiser auf seinen Reisen, aber nur wenige waren wie Goslar Reichstagspfalzen. Bis heute ist der große Saal erhalten geblieben in dem sich einst, die großen des Reiches zur Beratung versammelt haben... Alles weitere erfahren sie bei der ausführlichen Führung durch die Kaiserpfalz.
Genau gegenüber von uns befindet sich Das Große Heilige Kreuz.
Das Große Heilige Kreuz ist vermutlich das älteste bürgerliche Hospital in Deutschland. Im Jahre 1254 wurde es vom Rat der Stadt als Konkurrenzunternehmen für das gegenüberliegende Hospital der Deutschordensritter begründet, das es schließlich auch verdrängt hat. Heute befindet sich dort ein wunderschöner Handwerkermarkt.
Der Brocken ist eines der beliebtesten Ausflugsziele im Harz. An schönen Tagen kann man von der Kuppe bis zum Großen Inselberg in Thüringen schauen. Die abgerundete Kuppe des Brocken ist von alters her baumleer; sie ist bewachsen mit Zwergstrauchheide. Auf dem Gipfel befinden sich Brockenmuseum und Brockengarten (botanische Anlage) sowie Restaurants und ähnliches. Die eigentliche Bergkuppe besteht aus Granit. Vom Eingang zur Kuppe sieht man die Wetterwarte und dahinter das alte Brockenhotel mit der Spitze des Fernsehsenders.

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